Samarkand

 

Samarkand blickt auf eine fast 3000 Jahre alte Geschichte zurück und zählt zu den ältesten Städten der Welt. Die persische Stadt, die schon den Griechen bekannt war und ein zentraler Platz für den Handel auf der Seidenstraße wurde, gelangte 1868 unter russische Herrschaft. Sie wurde Provinz­hauptstadt der gleichnamigen Region im neu gegründeten Generalgouvernement Turkestan.

Als eine der wichtigsten und schönsten Städte war sie ein beliebter Touristentreffpunkt. Zahlreiche Menschen und Moscheen wurden auf Postkarten verewigt.

 

Nr. 218

Die Moschee Sher-Dor-Madrasa

Die Postkarte zeigt die Moschee Sher-Dor-Madrasa (1619-1636) und ist ein nachkolorierter Farbdruck. Vor der Moschee ist ein Basar aus Zelten zu erkennen. Der Name und das Baujahr wurden in der linken oberen Ecke vermerkt. Das Adressfeld ist ganzseitig, dies weist auf einen Druck vor 1905/07 hin. Der Verleger der Postkarte ist nicht vermerkt.

 

Nr. 217

Die Moschee Ulugbek-Madrasa

Die Postkarte Nummer 217 zeigt die Ulugbek-Madrasa (1417-1420) als nachkolorierten Farbdruck. Auf der Vorderseite wurden der Name und das Baujahr der Moschee genannt. Ein Verleger oder Fotograf wurde auf der Postkarte, die vor 1905/07 entstand, nicht vermerkt. Sie weist ein ganzseitiges Adressfeld auf.

 

Nr. 357

Die Nummer 357 ist eine schwarz-weiße Aufnahme der Ulugbek-Madrasa-Moschee und zeigt einen leicht von rechts aufgenommenen Winkel der Moschee. In der linken, oberen Ecke wurden der Name der Moschee sowie das Baujahr vermerkt. Der Verleger B. A. Schneider hat seinen Sitz in Odessa und ist auf der Rückseite neben dem ganzseitigen Adressfeld vermerkt.

 

Nr. 343

Diese Postkarte zeigt die Tilja Kori-Madrasa. Sie ist ein nachkolorierter Farbdruck. Das Bild nimmt die ganze Vorderseite ein. Das ganzseitige Adressfeld weist auf keinen Verleger oder auf ein Erscheinungsjahr hin. Es lässt sich jedoch auf einen Druck vor 1905/07 schließen.

 

Nr. 316

Die Nummer 316 zeigt in schwarz-weiß die Innenansicht einer Moschee mit mehreren Särgen, die aus Stein zu bestehen scheinen. Das Bild nimmt nicht die ganze Seite ein, sondern weist einen Rand auf. Die Rückseite ist mit einem ganzseitigen Adressfeld bedruckt, ohne Angaben des Verlegers.

 

Nr. 356

Die Karte mit der Nummer 356 gehört zu einer Reihe der transkaspischen Typen. Sie zeigt ein Schauspiel in Samarkand und ist ein nachkolorierter Farbdruck. Eine verkleidete Gruppe aus Männern und Kindern, die mit Eselsohren ausgestattet sind, schaut in die Kamera. Der Verleger ist mit Granberg aus Stockholm angegeben und ziert das ganzseitige Adressfeld an der linken Seite der Rückseite.

 

Nr. 346

Dieser nachkolorierte Farbdruck zeigt eine Männergruppe, die auf Teppichen sitzend Tee zu sich nimmt. Im Hintergrund ist das Teehaus zu sehen sowie ein Mann, der Tee zu bestellen scheint. Die Vorderseite weist keine Schrift auf, auch die Rückseite ist außer dem Adressfeld unbeschriftet.

 

Nr. 320

Die Nummer 320 ist ein nachkolorierter Farbdruck, der eine Männergruppe zeigt. Im Stehen nimmt einer von ihnen die Dienste einer Wasserpfeife in Anspruch. Alle Männer blicken in die Kamera. Die Karte weist keine Erklärung zum Motiv auf. Verleger und Erscheinungsjahr sind unbekannt.

 

Nr. 302

Diese Aufnahme in schwarz-weiß zeigt im Vordergrund einen Schlangenbeschwörer, dessen Schlange hoch aufgerichtet der Bewegung einer Flöte zu folgen scheint. Um dieses Schauspiel haben sich sitzend und stehend mehrere Dutzend Männer und Kinder versammelt, die sowohl den Beschwörer als auch den Fotografen ansehen. Zu der Abbildung gibt es keinen erklärenden Text. Verleger und Erscheinungsjahr sind nicht bekannt.

 

Nr. 315

Dieses Porträt in schwarz-weiß zeigt einen Brothändler, der, leicht lächelnd, ein Tablett mit Brot trägt. Die Abbildung nimmt drei Viertel des Bildes ein. Der untere Teil trägt eine Beschriftung in russischer und französischer Sprache und ist mit der Nummer 15 als Teil einer Reihe zu identifizieren. Die Verleger waren Scherer, Nabholz & Co. aus Moskau. Die Karte stammt laut Aufdruck von 1903.

 

Nr. 297

Diese schwarz-weiße Aufnahme zeigt erstmals Frauen. Vier verhüllte Frauen bieten ihre Ware feil. Seitlich neben ihnen sitzt ein Mann, der ebenfalls in die Kamera blickt. Die Beschriftung ist in Russisch auf der rechten Seite zu finden. Als Teil einer Reihe ist sie mit der Nummer 37 beziffert. Verlag und Erscheinungsjahr sind unbekannt.

 

Buchara


Buchara ist heute eine Stadt in Usbekistan und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ein russisch-bucharischer Handelsvertrag von 1868 unterstellte das damalige Emirat Buchara faktisch unter seine Kontrolle. Jedoch wurden die Stadt selbst und das Umland nicht wie Samarkand annektiert. Der Rest des Emirats fiel unter russische Verwaltung. Das Emirat bestand bis 1920, Wirtschaft und Außenhandel wurden aber von Russland gelenkt. Mit der Besetzung durch die Rote Armee wurde das Emirat aufgelöst.

 

Nr. 368

Diese schwarz-weiße Aufnahme zeigt einen Einblick auf eine lange Reihe von Artillerie: Kanonen, geschützt durch einen halb geöffneten Schuppen. Ein Soldat in russischer Uniform, der direkt in die Kamera blickt, bewacht die Kanonen. Ein russisch-französischer Text erläutert das Bild am unteren Textrand. Die Rückseite der Karte ist nur vom Adressfeld besetzt.

 

Nr. 363

Die Nummer 363 zeigt eine nicht näher erläuterte Moschee des Emirats Buchara. Die schwarz-weiße Aufnahme aus dem Jahre 1915 ist die sechste Aufnahme einer Reihe. Der erläuternde Text findet sich am oberen Rand. Die Rückseite ist mit dem Textfeld belegt. Der Verleger ist unbekannt.

 

Nr. 178

Die Nummer 178 zeigt eine Moschee als eine schwarz-weiße Aufnahme. Der Text ist am oberen Rand. Die Rückseite ist mit dem Adressfeld bedruckt und gibt das Jahr 1918 an.

 

Nr. 179

Diese schwarz-weiße Aufnahme zeigt drei Galanterie-Händler auf einem Basar. Die drei Händler sitzen vor ihren Zelten und warten auf Kunden. Ein Kunde geht an dem dritten Zelt von links vorbei. Das Bild ist auf Russisch beschriftet. Auf der Rückseite ist in einer Handschrift die Übersetzung des russischen Textes auf Deutsch vermerkt. Ansonsten ist die Postkarte unbeschriftet.

 

Nr. 188

Eine Reihe von Musikern mit Trommeln und Flöten spielt auf ihren Instrumenten. Ein junger Mann führt akrobatische Kunststücke auf. Erläuterungen zum Bild finden sich am oberen Rand. Gedruckt wurde die Karte in Taškent. Eine Jahrzahl wurde nicht vermerkt.

 

Nr. 298

Diese Postkarte zeigt drei Männer, die vor einem Zelt auf Teppichen sitzen. Die Beschriftung am oberen Rand der schwarz-weißen Aufnahme identifiziert sie als jüdische Teppich- und Kleiderhändler. Die Rückseite ist mit der gleichen Handschrift wie die Nummer 179 mit der deutschen Übersetzung des russischen Textes versehen. Ansonsten ist die Karte unbeschriftet.

 

Nr. 279

Diese schwarz-weiße Aufnahme zeigt eine Kerosinfabrik in Baku. Die in Aserbaidschan gelegene Stadt wurde 1806 von Russland erobert und war die Produktionsstätte der russischen Ölindustrie.

Die von Scherer, Nabholz & Co. gedruckte Karte zeigt mehrere Schornsteine und Silos und ist auf Russisch und Französisch beschriftet. Die Karte ist die Nummer 2 einer Reihe. Das Adressfeld ist unbeschriftet.

 

Nr. 29

Die Nummer 29 zeigt ein Familienporträt aus Bessarabien. Diese Region, die nach dem Russisch-Türkischen Krieg 1812 im Frieden von Bukarest an Russland fiel, zeigt drei Männer und sechs Frauen in Trachten, die kunstvoll arrangiert für die Kamera drapiert wurden. Die Beschriftung in Russisch und Französisch ist am oberen Rand zu finden. Die Rückseite ist mit dem Adressfeld bedruckt. Zugleich ist ein Stempel eines Fotostudios, dem Foto-Chromo-Zionografie-Studio, gestempelt. Ansonsten ist die Rückseite unbeschriftet.

 

Astrachan'

 

Die Stadt Astrachan' war ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel zwischen Europa und Asien. Seit dem 13. Jahrhundert  war sie Sitz der Tataren und Hauptstadt des Chanat Astrachan'. 1554 eroberte Russland die Stadt. Ab 1556 wurde sie von Iwan dem Schrecklichen belagert und schließlich zerstört. Die heutige Stadt Astrachan' wurde 1558 neu gegründet.

 

Nr. 318

Dieser nachkolorierte Farbdruck zeigt einen Erwachsenen und drei Kinder in einem Zelt, die direkt in die Kamera blicken. Auf der Bildseite ist keine Beschriftung. Diese befindet sich auf der Rückseite und kennzeichnet diese Familie als Kirgisien. Gedruckt wurde diese Karte von Granberg in Stockholm.

 

Nr. 304

Diese schwarz-weiße Hochglanzkarte zeigt das Portrait einer Frau, die den Kalmücken angehört, mit heimischer Tracht. Die Beschriftung ist in Russisch und Deutsch unter dem Foto zu finden. Die Karte von Scherer, Nabholz & Co. aus Moskau von 1903 hat außer dem Adressfeld keine Beschriftung auf der Rückseite.

 

Nr. 332

Diese nachkolorierte Karte zeigt das Porträt eines auf einem Stein sitzenden Hirten. Leicht lächelnd blickt er direkt in die Kamera. Die Beschriftung in Russisch und Französisch findet sich auf der Rückseite. Sie weist ihn als Kirgisen aus. Die Karte gehört zu einer Reihe der transkaspischen Typen und wurde von Granberg in Stockholm gedruckt.

 

Nr. 160

Diese Postkarte in schwarz-weiß zeigt einen weißen Palast mit einem riesigen Wasserbecken vor der Anlage. Eine Bilderläuterung findet sich auf der Rückseite der Karte. Die Karte ist bereits in ein Textfeld und Adressfeld unterteilt. Die Beschriftung findet sich an der Trennlinie der beiden Felder. Diese klassifiziert diese Karte nach 1905/7.

 

Bilder Sibiriens

 

Nr. 152

Dieses schwarz-weiße Bild zeigt den Kirchenturm der Troizki-Kirche des Klosters Kerschenski. Die russische Beschriftung findet sich unter dem Foto. Die Postkarte ist die Nummer 207 einer Reihe und stammt von einem Fotografen aus Nižnij Novgorod.

 

Nr. 265

Diese Postkarte zeigt den Justizpalast von Irkutsk als schwarz-weiße Aufnahme. Die russische und französische Beschriftung befindet sich auf der Vorderseite. Diese Postkarte ist beschriftet, mit einer Briefmarke beklebt und mit zwei Stempeln versehen. Die Daten der Stempel sind nicht mehr lesbar. Die Karte ist an einen Monsieur Duprie in Frankreich gerichtet. Der Druck stammt von Scherer, Nabholz & Co. aus Moskau von 1903.

 

Nr. 263

Die Postkarte zeigt eine Ansicht von Smolensk. Zu sehen ist die Stadtmauer und der Fluss, der die Stadt umgibt, mit einer Brücke. Die schwarz-weiße Aufnahme ist vorne nicht beschriftet. Der Druck stammt von Scherer, Nabholz & Co. aus Moskau von 1903.

 

Nr. 255

Diese Postkarte zeigt eine Eisenbahnstation. Sie ist die Nummer 33 einer Reihe über große sibirische Straßen. Das schwarz-weiße Bild ist links oben in Französisch und Russisch beschriftet und stammt vom Verlag Scherer, Nabholz & Co. Verlag aus Moskau von 1903.

 

Nr. 317

Die Nummer 317 zeigt eine beeindruckende Anzahl von Fischern auf dem zugefrorenen Ural. Diese Postkarte stammt vom Verlag Scherer, Nabholz & Co. aus Moskau und ist von 1903. Sie ist außer dem Adressfeld unbeschriftet.

 

Nr. 150

Diese Postkarte zeigt einen Berg des Urals sowie das Ufer des Flusses Schaitanka. Das schwarz-weiße Foto, das nicht die ganze Vorderseite einnimmt, ist unterhalb des Bildes auf Deutsch und Russisch erläutert. Die Karte gehört als  Nummer 94 einer in Ekaterinburg gedruckten Reihe an.

 

Katharina Krause